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:: PRESSEMITTEILUNGEN ZUM THEMA "ENTSTELLENDE NARBEN" ::
Freizeitrevue vom 16.02.2011 - Entstellt nach Schönheits-OP
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Melanie Meyer (36) ist entsetzt über OP-Ergebnis „Ein Arzt verstümmelte mich mit hässlichen Narben!“
Sie hatte viel erreicht, hungerte sich mit eisernem Willen um 40 Kilogramm von ihrem Übergewicht herunter. Die überschüssige Haut musste sie operieren lassen - und das wurde für die Altenpflegerin zum Alptraum...
Wenn ihr Mann Markus sie streichelt, fragt sich Melanie Meyer jedes Mal, was er spürt. Denn statt zarter Haut ist ihr Körper von riesigen Narben gezeichnet.
Melanie Meyer (36) aus Waltrop (Ruhrgebiet) schaut sich in den vergangenen Monaten gerne im Spiegel an. Zusammen mit ihrem Mann Markus (35, Lagerist) streichelt sie über den runden Babybauch. In ein paar Wochen ist es so weit: Das Paar erwartet die Zwillinge Leonie und Lukas. Stolze Eltern, die sich auf ihre Zukunft freuen. Endlich eine glückliche Familie mit Haus, Garten und Kindern. Diesen Wunsch hatte die Altenpflegerin schon seit Jahren - nur ihr Übergewicht hinderte sie damals daran. „Ich wog 130 Kilogramm, schämte mich dafür. Meine Kleidung musste ich in der „Zeltabteilung“ kaufen. Ich sah aus wie ein altes Muttchen. Es war keine schöne Zeit. Durch das ständige Frustessen kam ich aus der Spirale nicht mehr raus.“
Eines Tages war der Punkt erreicht, an dem Single Melanie ihr Leben ändern wollte. Sie wollte sich wieder verlieben - und endlich geliebt werden.
Das war vor zehn Jahren - danach änderte Melanie Meyer radikal ihr Leben. Erste Versuche mit einem Magenband schlugen fehl. Dann speckte sie mit eiserner Disziplin ab, probierte dabei unzählige Diäten aus. Unglaubliche 40 Kilogramm hungerte sich Melanie Meyer runter. Endlich konnte sie auch engere Kleidung anziehen und die alten Klamotten wanderten in die Kleidersammlung. Nur beim Ausziehen vor dem Spiegel wollte bei ihr kein Wohlgefühl aufkommen: „Die überschüssige Haut hing in großen Lappen an den Armen, dem Bauch und den Hüften herunter. Wie bei einem Ballon, dem die Luft entzogen wurde.“ Mutig vertraute sie sich einem Arzt in Recklinghausen (NRW) an. „Er machte mir Mut, war damals selbst etwas fülliger. Das bekomme er hin, die überschüssige Haut würde er weg schneiden und die Narben gut verheilen. In ein paar Jahren würde nichts mehr davon zu sehen sein, sagte er zu mir...“ Die Aussagen von Dr. Klaus P. (Name geändert) klingen wie Hohn in ihren Ohren, wenn sie sich heute betrachtet. Traurig sagt Melanie Meyer: „Dieser Arzt hat mich mit hässlichen Narben am ganzen Körper regelrecht verstümmelt! Das „Ergebnis“ seiner Operationen war schockierend und sorgt auch heute noch für Fassungslosigkeit, wenn Leute mich so sehen.“ Wie schiefe Grimassen ziehen sich lange Narben über Bauch, Hüften und Unterarme. „Am Pool im Urlaub kann ich so nicht liegen. Jeder starrt mich an. Die Blicke der Menschen können schon sehr verletzend sein.“ Zweimal wurde Melanie Meyer von Dr. Klaus P. (Name geändert) im Sommer und Herbst 2004 operiert. Dabei wurde ihre Bauchdecke „gestrafft“, der Bauchnabel schief verlegt und auch bei den Hüften und Oberarmen hatte der Doktor offenbar nicht seinen besten Tag erwischt. Patientenanwalt Stefan Hermann (45) aus Marl streitet für seine Mandantin um Schmerzensgeld: „Ich gehe davon aus, dass es mindestens 50.000 Euro werden, weil Frau Meyer ihr ganzes Leben unter dem Anblick der Narben leiden muss. Wir werfen dem Arzt fehlerhafte Aufklärung und Durchführung der Operation vor. Die zu entfernende Haut wurde vorher nicht angezeichnet, außerdem hatte er es versäumt, eine Drainage für die Wunden zu legen. Deshalb blieb die Spannung auf dem Gewebe durch das Wundsekret. Die Heilung konnte nicht ordentlich stattfinden. Die Narben sind schief, unsymmetrisch und viel zu groß. Das sieht ja aus wie eine Folterung.“
Melanie Meyer war nach den Operationen psychisch am Ende. „Die Hauptkosten zahlte meine Krankenkasse. 1142,40 Euro sollte ich obendrein für diesen Pfusch als Eigenanteil an ihn zahlen. Ich habe mich geweigert und bis heute keine Mahnung von dem Arzt bekommen. Das ist für mich schon ein Eingeständnis, dass es schief gelaufen ist.“ Statt neuem Leben verkroch sie sich in ihrer Wohnung, igelte sich zwei Jahre lang ein. „Ich war nicht bereit für einen neuen Partner. Wer sollte mich denn mit diesen Narben nehmen?“ Anfang 2006 lernte sie dann bei einer Internet-Partnerbörse ihren jetzigen Ehemann Markus kennen. Er wusste schon beim ersten Treffen: „Das ist die Frau meines Lebens! Mit ihr will ich eine Familie gründen. Von ihren Narben wusste ich von Anfang an. Mich stört es nicht - ich sehe sie auch gar nicht mehr. Die Narben gehören zu Melanie und Melanie ist meine Frau. So einfach ist das.“ Hochzeit war am 08.08.2008. Erleichtert lächelt seine hoch schwangere Ehefrau ihn an. Melanie: „Seine Einstellung gibt mir Kraft, ich bin dadurch auch wieder selbstbewusster geworden. Deshalb habe ich den Mut gefasst, mich per Anwalt gegen diesen Narben-Pfusch zu wehren. Das soll auch andere Betroffene aufrütteln, passt auf bei Schönheitsoperationen und wehrt Euch gegen offensichtliche Fehler!“ Ihren Zwillingen wird sie irgendwann erklären, warum die Mama überall Narben hat. „Sie wachsen damit auf, da mache ich mir keine Sorgen drum.“
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